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2.04.10        Freitag
Obwohl die Sonne scheint, ist es zu kalt um mit dem Rolli auszufahren. Also entschliessen wir uns kurzerhand, eine Ausfahrt mit dem Auto zu machen.
Wir fahren Richtung Brünig. Wir kommen beim Lungerersee vorbei. In dem See habe ich schwimmen gelernt. Ich weiss noch, wie ich aus dem Ruderboot klettern musste um hinter dem Boot her zu schwimmen. Ich wusste, meine Firmgotte ist eine gute Schwimmerin und würde mich nicht ertrinken lassen. Heute hätte ich mit Sicherheit nicht ertrinken können, eher im Schlamm versinken. Anscheinend haben sie den See abgelassen und übrig geblieben ist eine kleine Pfütze. Wo sind wohl all die Fische hingekommen? Im See hat es normalerweise. Das weiss ich von Früher. Mmmh, waren die fein. 
Wir fahren nun an der Totenkapelle vorbei. In meinen Ferien durfte ich jeweils die Glocken läuten. Meine Ferienmutter war damals Sigristin (Sakristanin). Sie schaute, dass ich dies mit erfurcht tat. Aber, könntest du ernst bleiben, wenn du den Boden unter den Füssen verlierst, weil dich die Seile der Glocken in die Höhe ziehen. Da kannst nicht ernst bleiben.
Auf der Weiterfahrt Richtung Schallenberg treffen wir auf viel Sehenswertes. Schottische Hochlandrinder die sich am kurzen Gras gütlich tun. Schafe, Gämsen, Geissen, Kühe, Hühner, Gänse und diverse Vögel bereichern unseren Tag. An manchen Orten ist die Vegetation weiter als bei uns. D’Siwblüemä (der Löwenzahn), streckt ihre gelben Strubbelköpfchen der Sonne entgegen. Auch die verschiedenen Frühlingssträucher blühen um die Wette.
Angekommen beim Dream Valley können wir eine ganz spezielle Tierherde beobachten. Diese Bisons sind schon imposante Tiere. Ich möchte nicht unter deren Hufe gelangen.
Wir haben einige Fotos vom Ausflug gemacht. Ihr könnt diese im Fotoalbum unter Ausflüge anschauen.

3.04.10        Samstag

Ostereieressender Osterhase Ich wünsche euch Allen, wunderschöne Ostertage

8.04.10   Donnerstag
Diese Woche bin ich mit Terminen eingedeckt. Das sieht folgendermassen aus. Am Dienstag kommt zuerst die Spitex für ca. 11/2 Std. Dann habe ich eine Stunde Physio. Kurz vor dem Mittag kommt mein Hausarzt vorbei und macht die 3 Monatsspritze (gegen die Mens). Am späteren Nachmittag kommen mich zwei ehemalige Arbeitskolleginnen besuchen.
Am Mittwoch wieder die Spitex. Am Nachmittag wage ich eine Ausfahrt mit dem Rolli. Es ist so herrlich. Einige Schmetterlinge kreuzen meinen Weg. Wenn ich sie sehe, denke ich an meine Kollegen die bereits gehen mussten. Ich stelle mir vor, dass sie mich bei meinen Ausfahrten begleiten. Ich fühle mich mit ihnen stark verbunden. An diesem Nachmittag hab ich mir doch tatsächlich an den Händen und im Gesicht einen Sonnenbrand eingefangen. Sehe einer Eule wieder verdächtig ähnlich. Unsere Natur ist so wunderschön. Ich kann nicht verstehen, warum manche dies nicht sehen. Unzufriedenheit und Streitigkeiten machen manche blind für die Schönheiten in unserem Leben.
Am Abend hat uns Leo besucht. Er versucht unser Haus von Störungen zu befreien. Wir sind gemeinsam gespannt, ob sich etwas bei uns verändert. Werde hin und wieder darüber berichten.
Am Donnerstag ist wieder die Spitex zu besuch. Ein Stock tiefer bügelt Luzia unsere Wäsche. Um halb Zwölf kommt noch mal der Hausarzt vorbei. Das Quick-Instrument hat am Dienstag versagt. Am Nachmittag mache ich ein Schläfchen vor dem Fernseher während meine Putzfee unser Haus auf Vordermann bringt. Habe mich soeben fürchterlich Aufgeregt. Folgendes: Eine Person fragt oder erzählt mir etwas. Ich kann mich sehr gut mit ihr verständigen. Trotzdem  erzählt sie das gleiche nochmals meinem Mann.  Das ist jetzt schon des Öfteren vorgekommen, dass sich diese Person so verhält. Ich weiss schon, sie meint es nur gut. Leider fällt ihr nicht auf, dass sie mich damit verletzt. Ich empfinde so, als würde etwas mit meinem Oberstübli nicht stimmen. Das nächste Mal komm ich nicht herum, sie darauf anzusprechen und ihr zu erklären, wie sich das für mich anfühlt.
Der Rollstuhl setzt da manchmal falsche Zeichen. Einige denken immer noch, dass einer im Rolli automatisch auch eine geistige Behinderung haben muss. Steht mir wohl noch viel Arbeit bevor, dem Gegen zu wirken.
Ihr wisst vielleicht, dass ich gerne diskutiere. Mein Vater hat mir einmal gesagt: „Mit deinem grossen Mund kommst du in deinem Leben nicht weit“. Ja, Ja, ich hab dich auch lieb. In letzter Zeit fehlt mir immer mehr die Luft, lange Gespräche zu führen. Wie gerne würde ich weiterhin wortreich argumentieren. Inzwischen verkümmern meine Diskussionen zu einfachen Sätzen. Dabei stünden mir so viele treffende, umschmeichelnde Wörter zur Verfügung. Weil ich meine Mitteilungen eher kurz halten muss, kann es halt manchmal auch zu Missverständnissen kommen. Mein Trost, ich kann mich dafür wortreich in schriftlicher Form ausdrücken. Letztlich hat mich mein Bruder als Märchenprinz bezeichnet. Wennschon heisst es Märchentante, mein Bruderherz. He übrigens, lässt du deine Hände immer noch im Hosensack?  Hihi.
Später schaut Leo noch schnell vorbei.
Und nun darf ich Essen gehen. Junior hat gekocht.

10.04.10        Samstag
Mein Mann Piet hat soeben seine Harley angelassen. Der Ton einer Harley ist einfach unverwechselbar. Er ist nicht einfach zu beschreiben. Es ist ein erdiger, tiefer, donnernder Ton. Vergleichbar mit den Lauten eines Elefanten. Wie hab ich es genossen, auf der Harley zu sitzen und mit Piet durch die Alpen zu fahren. Die Saggoschen waren gefüllt mit Speck, Käse und natürlich mit Ürnerschwarzem (spezielle Urner Kaffeezubereitung). Ist euch auch schon aufgefallen, dass Lebensmittel im Freien besser schmecken. Vielleicht tut gewissen Lebensmitteln ein wenig Wärme gut und sie können ihr Aroma besser entwickeln. Jedenfalls sagt man dies bei Rotwein und Käse. Probiert mal einen Emmentaler aus dem Kühlschrank und einer der 2-3 Stunden ausserhalb aufbewahrt wurde. Welcher hat nun den intensiveren Geschmack?
Ich weiss schon, unsere Ausflüge sind nicht gerade umweltfreundlich. Wir versuchen dafür der Natur etwas zurückzugeben. Wir verwenden schon seit Jahrzehnten kein Schneckengift im Garten. In unserem Rasen dürfen sich Wildblumen (andere sagen dem Unkraut) breitmachen. Auf unserem Grundstück fühlen sich Obstbäume und Beerensträucher wohl. Natürlich dürfen die Blütensträucher für die Schmetterlinge, Bienen usw. nicht fehlen. Haben gerade Gestern wieder zwei Neue gesetzt. Eine Sommerzierkirsche und eine Winterzierkirsche (diese blüht zweimal im Jahr). Wespen, Hornissen und Holzwürmer dürfen an altem Holz knabbern. Auf unseren hohen Bäumen trillern Vögel ihre Lieder. Unter dem Hausdach wird der Nachwuchs aufgezogen. In unserem Rasen finden sie genug Nahrung. Zum Glück stehen Würmer und Engerlinge auf ihrem Speiseplan. Diese sind jetzt nicht gerade meine Lieblingstiere.
Wir sind nicht Grün, wie jetzt vielleicht einige denken. Dazu müssten wir noch vieles ändern. Aber wir versuchen der Natur etwas zurück zu geben, was wir ihr nehmen.
Die Route 66 ist eine beliebte Harley-Strecke in Amerika. Leider haben wir es noch nie dorthin geschafft. Letztlich hat eine Freundin von mir dort halt gemacht. Nun kann ich auch mitreden. Sie hat mir ein T-Shirt mitgebracht. Ich glaube, ich werde es nicht waschen. Ist sicher ein wenig Staub von dort am Stoff haften geblieben.
So, nun gehe ich auf den Balkon die Sonne geniessen.

Route66 T-Shirt

13.04.10        Dienstag
Endlich habe ich es geschafft die ganze Nacht auf dem Rücken zu schlafen. Das beflügelt mich zu weiteren positiven Taten. Also weiter mit der Krankengymnastik. Beine anziehen, Beine strecken, Arme nach Oben und wieder nach Unten. Die Übungen fallen mir Heute besonders leicht. Die Spitex staunt nicht schlecht. Ich sage ihr: Du musst dich nicht erschrecken, wenn ich dir eines Morgens die Türe öffne. Vielleicht hab ich bis dann keine Zähne mehr und meine Haare sind schneeweiss. Aber spielt das eine Rolle. Habe ja noch ein wenig Zeit dafür.
Spass bei Seite. Ich bin der geborene Seitenschläfer. Ich lege mich auf die Seite, ziehe meine Beine an und lege die Hände neben den Kopf. So schlafe ich schon seid Jahrzehnten. Nun muss ich mich langsam umgewöhnen. Wenn ich auf dem Rücken liege und den Kopfteil leicht anstelle, kann ich besser atmen. Sollte ich später eine Atemmaske benötigen, so ist es von Vorteil, wenn ich bereits an die Rückenlage gewöhnt bin. Auch für die Bedienung meines Kommunikations- und Umweltkontrollgerätes ist Rückenlage von Vorteil. Dieses Gerät bediene ich mittels Kopfsteuerung. Zwischen dem reflektierenden Punkt auf meiner Stirn und der Kamera am Gerät muss ein Kontakt stattfinden. Das würde in Seitenlage mehr schlecht als recht funktionieren.
Bei dieser Krankheit muss man versuchen, ihr immer einen Schritt voraus zu sein und sich möglichst lang nicht überholen zu lassen. Eigentlich gehören wir in die Sparte der Spitzensportler. Durch die uns immer weniger zur Verfügung stehende Atemluft, betreiben wir täglich Marathons.
Unten zeige ich euch auf einem Foto wie das mit dem Kommunikations- Umweltkontrollgerät so aussieht. Es wird nicht gelacht wegen meiner roten Birne.

Rita liegt im Bett und schaut aufs KommunikationsgerätRita mit reflektirendem Punkt auf der Stirn

17.04.10        Samstag
War gerade auf der Terrasse. Habe Kaffee getrunken und das Frühlingstreiben beobachtet.
Ein Amselpaar (Männchen mit schwarzem Gefieder und gelbem Schnabel, Weibchen mit braunem Gefieder und braunem Schnabel) hat sein Nest in unserer Thujahecke. Habt ihr die Amseln schon einmal bei der Futtersuche beobachtet? Sie stehen auf dem Rasen, legen den Kopf zur Seite als würden sie lauschen. Plötzlich wird ein Sprint hingelegt um sogleich an einer bestimmten Stelle im Rasen zu stochern. Der arme Wurm. Es wird gezogen und gerupft bis er im Schnabel der Amsel verschwindet. Unser Weibchen will seinen Nistplatz geheim halten. Also fliegt es zuerst auf Nachbars Terrassengeländer, läuft darauf einige Schritte, fliegt danach auf unseren Gartenhag, schaut hin und her bevor es auf das Kellerdach fliegt. Kurz darauf verschwindet sie in der 4 Meter entfernten Hecke. Nein, mein liebes Amselweibchen, dich hat bestimmt niemand entdeckt.
Ein Bläuling – Schmetterling dreht seine Runden über der Hecke. Leider kann ich nicht erkennen, was für einer es ist. In Europa gibt es ca. 141 Arten/Unterarten von Bläulingen. Er ist früh unterwegs. Meistens sieht man sie erst im Mai.
Im Garten blühen der Pflaumen-, Kirschen-, Birn-, und die Apfelbäume. Diese Woche habe ich zusammen mit meinem Junior unsere Säulenapfelbäume in Form geschnitten. Normalerweise müsste man diese nicht schneiden. Ich glaube, unsere Äste lieben es einfach auszubrechen. Es hat mir wehgetan, die Blüten abzuschneiden. Dafür werden sie im nächsten Frühling um die Wette blühen.
Auch die Hummeln, es gibt ca. 70 Arten in Europa, haben ihren Nektar entdeckt. Sie werden von den roten Blüten des Zierjohannesstrauches angezogen. Dieser Flugverkehr. Werde bald Fluglotse spielen müssen.
Ich hoffe die Vulkanasche setzt uns und der Natur nicht zu sehr zu. Aber eben, dass ist Natur.
Nun hoffe ich, dass mein Bruder und meine Nichte nicht zu lange in Ägypten festsitzen. Wie lange würde es wohl mit einem Kamel dauern?

22.04.10   Donnerstag
Hallo Leute, ich bin wieder da. Piet und ich waren für ein paar Tage in Meran im Südtirol. Ich habe uns vorige Woche übers Internet ein Zimmer gebucht.
Am Sonntag in der früh fahren wir also los. Da der Flüelapass noch Wintersperre hat, verladen wir das Auto und fahren mit dem Zug durch den Verainatunnel. Am andern Ende angelangt, sehen wir als Erstes, wie zwei Gämsen in einer Waldlichtung grasen. Weiter geht es Richtung Ofenpass. Mal schauen, ob die Murmeli schon aus ihrem Winterschlaf erwacht sind. Wahrscheinlich ist es ihnen zu Nass. Es hat zu regnen begonnen. Im Auto müssen wir die Heizung einschalten. Es wird immer kälter und ob ihr es nun glaubt oder nicht, es fängt an zu schneien. Zum Glück haben wir gute Pneus am Bus. Piet will ein Foto vom Wetter machen. Ob das was wird, bezweifle ich. Oder was meinst du? Da steht einer mit Kurzärmeln und Sommerhose im grössten Gugs (Schneetreiben) und versucht vor Kälte klappernd ein Foto zu schiessen. Wieder im Auto meint Piet; hättest mich darauf hinweisen können, statt der Badehose die Skier einzupacken.
Im verlaufe des Tages wird das Wetter immer besser. Als wir durchs Vinschgau fahren, fängt sogar die Sonne an zu lächeln. Sie kitzelt an den Apfelblüten und ermuntert sie, sich zu öffnen. Wo man hinschaut, lauter Apfelplantachen. Wer isst nur alle diese Äpfel. Je näher wir Meran kommen, desto weiter fortgeschritten ist die Vegetation. Blütensträucher zeigen ihre schönsten Farben. Wie in einer andern Welt.
Am späteren Nachmittag erreichen wir unser Hotel. Rings ums Hotel hat es viel Grün mit Blumenbepflanzungen. Es gibt einen Aussen- und Innenpool, Solarium, Fitnessraum, Massageraum usw. Wir werden mit Handschlag willkommen geheissen. Das Zimmer und der Balkon sind schön gross. Leider erweisst sich das Badezimmer nicht ganz Behinderten tauglich. Das Hotel unternimmt aber alles, um es uns so angenehm wie möglich zu machen. So wird ein schmälerer Rollstuhl und ein Duschsitz organisiert. So geht es einigermassen. Es wäre schade, wenn wir in ein anderes Hotel wechseln müssten. So viel Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit durften wir noch Nirgendwo erleben. Ich musste z.B. nur beim ersten Getränk einen Trinkhalm verlangen, danach wurde er jedes Mal unaufgefordert mitgeliefert. Da Piet mir das Nachtessen eingeben muss, bitten wir, dass der erste Gang zuerst Piet bekommt und ich Meinen danach. Obwohl Piet und ich nicht immer das gleiche Gericht pro Gang ausgewählt haben, hat es mit der Reihenfolge immer geklappt. Und das bei einem Sechs-Gänger. Also, wenn du nicht gerade in einem Rollstuhl sitzt, kann ich dir dieses Hotel wärmstens empfehlen. Es ist in Familienbesitz und ist ca. 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt.
In der Meraner Altstadt stöbern wir in den vielen kleinen Geschäften und auf dem Markt decken wir uns mit Tirolerspeck ein. Wir flanieren die Promenade entlang, bewundern die Blumenrabatten und durchstreifen die vielen grossen und kleinen Parks. Zwischendurch stärken wir uns mit einem feinen Cappuccino. Für die Besichtigung des Botanischen Gartens von Schloss Trautmannsdorf  benötigen wir ca. 4.5 Stunden. Diese Gärten muss man gesehen haben. Wo ich hinschaue, Bäume, Sträucher, Blumen, Kakteen, Wasser, kunstvoll angelegte Wege und Terrassen. Diese Pflanzenvielfalt. Ich wünschte mir, meine Eltern könnten dies alles sehen. Piet, das Schleckmaul muss natürlich zum Abschluss des Tages unbedingt noch einen Sissi-Coup versuchen. Es scheint ihm zu schmecken.
Am letzten Tag wandern wir auf einem der vielen Sissi-Wegen. Die meisten Routen sind rollstuhltauglich. Es ist unbeschreiblich schön. Jede noch so kleine Nische oder Bödeli (kleine Fläche) ist mit Blumen bepflanzt. Viele der Pflanzen sind mit Täfelchen beschriftet. Wundervolle Düfte umspielen unsere Nasen und spielen mit unseren Gefühlen. Ich kann euch sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das Paradies schöner sein kann. Meran, wir kommen wieder.
Fotos werden nächstens im Fotoalbum zu bewundern sein.

24.04.10    Samstag
Piet ist mit seiner Harley unterwegs und Peter ist am biken. Ich nehme ebenfalls meine vier Räder unter die Füsse und fahre meine Eltern besuchen.
Mein Bruder Franz, der mit seiner Frau Luzia den Hof bewirtschaftet, ist gerade dabei den Kalberstand auszumisten. He, das stinkt nicht schlecht. Die Jungmannschaft muss auch mithelfen. Nur, da fehlt doch einer. So, so, der Ralf flickt lieber am Töffli herum. Ich weiss nicht, ob Sven und Franc dies so toll finden. Beim Kaffeetrinken berichte ich von unseren Ferien.
Nun muss ich aber weiter. Habe versprochen, Brot nach Hause zu bringen. Ich fahre also schnell in die Migros. Es lachen mich zwei Körnerbrote an. Genau diese will ich für meine Lieben zu Hause kaufen. Ich selber darf solche Brote wegen dem Verschlucken nicht mehr essen. Ich lese am Gestell den Namen des Brotes. Nun bitte ich eine Verkäuferin mir die wie Brote zu geben. Sie greift nach dem falschen Brot und sagt, es hat nur noch eines. Ich sage ihr, dass ich nicht das Brot meine. Sie wiederum, sie wollten doch dieses Brot. Ich versuche nochmals, so deutlich ich eben kann, den Brotnamen auszusprechen. Zeigen kann ich es eben auch nicht. Die Verkäuferin hat mich schon verstanden und erwidert; das ist das Brot, aber wir haben nur noch eins. Ich schüttle den Kopf, darauf kommt eine andere Verkäuferin. Diese fragt mich laut und langsam welches Brot ich denn möchte. Bin ich halt schwerhörig und habe eine reduzierte Aufnahmefähigkeit. Hauptsache ich komme endlich zu meinen Broten. Nach langem Hin und Her klappt es dann doch noch. Das alles wäre nicht passiert, wenn das Brottäfelchen an der richtigen Stelle gewesen wäre. Das zeigt mir aber auch, dass Aussenstehende mich kaum noch verstehen. Werde mein Kommunikationsgerät in Zukunft, ob ich nun will oder nicht, mitführen müssen. Gefrustet fahre ich nach Hause.

Der heutige Tag hat trotzdem viel Gutes. Ich bekomme meine heiss geliebte Cervelat vom Grill. Hmm, heiss!!!

25.04.10    Sonntag
So ein Tag, so wunderschön wie heute, der sollte nie Vergehen. Ich mach es mir in der Sonne bequem. Piet ist mit dem Töff unterwegs und der Junior klemmpert an einem seiner Bikes herum. Er war letzte Woche auch in den Ferien. In Finale IT konnte er wieder mal so richtig „downhillen“. Ich sitze da und plötzlich sehe ich, wie ein eigenartiger Käfer aus einem Erdloch im Rasen krabbelt. Er verweilt so lange vor dem Loch, bis ihn jemand stört. Blitzschnell verzieht er sich wieder um gleich wieder aufzutauchen. Wer kennt diesen Käfer?
Werde unterdessen ein wenig mit meinem neuen Huederl die Sonne bezirzen. Sieht das net schee aus.

Rita sitzt im Rolli an der Sonne

















@petertresch

Nachtrag: Meine Schwester Bernadette hat herausgefunden, dass mein Käfer eine Grille ist.

28.04.10        Mittwoch
Heute ist es endlich mal wieder schön und warm. Also nichts wie raus. Meine Schwester Bernadette kommt mit auf die Rolliausfahrt.
Wir fahren auf dem Reussdamm Richtung See. Wir begegnen einigen Wasservögeln. Ein Schwan brütet gerade auf einer der Badeinseln und eine Ente macht ein Nickerchen im warmen Sand. Nun trauen wir unseren Augen kaum. Da steigen doch tatsächlich schon Kinder ins Wasser. Brrr.. wäre nichts für mich.
Nun besuchen wir die neu angelegten Biotope im Bodenwald. Plötzlich ruft meine Schwester, eine Schlange. Iiiih…. Die Schlangen gehören nicht gerade zu unseren Lieblingstieren. Da wir beide von Natur aus neugierig sind, können wir es nicht lassen, die Schlange zu beobachten. Ich bin überzeugt, wäre die Schlange aus dem Wasser gekommen, hätten wir einen Schrei abgelassen und wären so schnell wie möglich abgehauen. So aber kann meine Schwester ein paar gute Fotos schiessen. In einem anderen Tümpel schwimmen viele Kaulquappen und ein Frosch hüpft mit einem weiten Sprung ins Wasser.
Den Kaffee gibt es bei unseren Eltern zu Hause. Unsere Schwester Hedy ist auch gerade zu Besuch. Soeben führt Bruder Franz den ersten Grasschnitt von diesem Jahr in den Stall. Mit dem Vörderband wird das Gras ins Silo befördert. Unser Vater hilft immer noch dabei. Es riecht wieder super nach frisch Gemähtem.
So, nun nach Hause bevor der Schatten kommt.

Fotos im Fotoalbum eingefügt