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Willkommen auf meiner Homepage 
                                                                                                      17.11.2018 Neues im Tagebuch

Im Jahr 2001 erhielt ich, mit gerademal 39 Jahren, die Diagnose Amyotrophe-Lateralsklerose (ALS). Dies ist eine unheilbare Nervenkrankheit. Damals wusste ich nichts über diese Krankheit. Also fing ich an, im Netz zu stöbern. Was ich da zu lesen bekam, entsprach so gar nicht meinen Zukunftsplänen. Ich las, dass die durchschnittliche Lebenserwartung nach Diagnosestellung bei 3 - 5 Jahren liege und ich mit massiven, körperlichen Einschränkungen konfrontiert werde. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Ich hatte doch noch nicht mal mein halbes Leben hinter mir. Zu lesen gab es dann aber auch, dass einige wenige ALS-Betroffene einen langsamen Krankheitsverlauf haben. Mittlerweile darf ich mich, nach über 17 Jahren, auch zu dieser Gruppe zählen. Es ist allerdings ein täglicher Kampf und manchmal habe ich die Nase gestrichen voll. Gedanken wie Aufgeben, dem ewigen Kampf ein Ende setzen, kommen schon mal auf. Möglichkeiten hierfür gibt es. Aber nein, ich bin noch nicht bereit ins Ungewisse abzutauchen. Dafür lebe ich immer noch viel zu gerne. Und bisher konnte mir auch noch niemand versichern, dass ich nach meinem Ableben, wieder ein so wunderschönes Paradies finden werde, wie ich es auf dieser Erde gefunden habe.
Es ist nicht leicht, diese Krankheit zu akzeptieren. Es findet ein steter Anpassungsprozess statt. Eine enorme Herausforderung für jeden Betroffenen und deren Angehörige. Jeder ALS - Betroffene durchlebt diese Krankheit auf seine Weise. Mit meiner Homepage möchte ich die Krankheit ALS bekannter machen und der Krankheit ein Gesicht geben. Durch die Niederschrift meiner persönlichen Geschichte, will ich aufzeigen, wie ich und mein Umfeld mit der Krankheit ALS den Alltag bewältigen.
Ich möchte Aufzeigen, dass das Leben mit dieser unheilbaren Krankheit trotzdem lebenswert sein kann.
Ich wünsche euch viel Spass beim Schmökern
Gestutzte Flügel
Du schwerelos tanzender Schmetterling,
mal hier mal dort.
Du hast die Träne in meinem Auge gesehen.
Die Träne die ich weinte, als ich begriff,
dass meine Flügel gestutzt sind.

Annegret Kronenberg

Aktualisiert von Rita im Februar 2018